Testbericht:
Robson Titris 12
Verfasst von: elBarto
17.01.2012
Einsatzart: Klein- und Großflüsse, Seen (Binnen), Boddengewässer und Ostsee
Kaufpreis: 849.00€
Ausführlicher Bericht
Anfang 2011 habe ich mir das Titris 12 gekauft, weil ich mit meinem vorherigen Boot (Breite 74 cm) zu langsam unterwegs war.
Das Titris 12 kam mir bei der ersten Fahrt recht kipplig vor. Das Gefühl legte sich aber schon nach ein paar Metern. Es gehört einfach in eine andere Bootsklasse als mein Freizeitkajak vorher.
Das Titris läuft beladen und unbeladen recht flott, so dass ich auch mit wesentlich längeren Kajaks bisher immer gut mithalten konnte. Es läuft auch gut geradeaus und reagiert sehr gut auf Ankanten, so dass ich für Kurvenfahrten das optional lieferbare Steuer bisher nicht vermisst habe (mein Boot hat kein Steuer).
Bei der Auswahl meines neuen Bootes hatte ich einige Favoriten, aber nur im Titris 12 habe ich auf Anhieb richtig bequem gesessen (193 cm, gute 90 kg). Der einstellbare Rückengurt gefällt mir persönlich viel besser als die hohe Lehne meines vorherigen Bootes. Zusammen mit den Schenkelstützen erreiche ich eine angenehme und sichere Sitzposition im Boot.
Gedacht war das Titris 12 mit seinen 3,75 m Länge für die Kleinflüsse hier vor der Haustür. Mittlerweile habe ich aber ein gewisses Interesse an Großgewässern entdeckt und komme auch dort mit dem (dafür doch recht kurzen) Boot gut zurecht (Saaler Bodden, Rund Poel, Rund Darsser Ort). In der Brandung am Strand von Ahrenshoop bei in Böen 4 Windstärken kam ich dann aber an meine persönlichen Grenzen. Bestimmt gibt das Titris aber noch mehr her - denn gekentert bin ich nach fast einer Stunde auf dem Wasser erst wenige Meter vor dem Strand...
Der Stauraum ist bei dieser Bootslänge recht knapp, aber für Wochenendtouren (Forumspaddeltour Wesenberg-Kratzeburg 2011) habe ich das komplette Gepäck bisher unterbekommen. Ein wenig beschränken sollte man sich schon und probieren wo was hinpasst. Die Zuladung finde ich mit 130 kg ausreichend.
Die hintere Abschottung ist recht weit von der Rückenlehne entfernt, so dass einerseits das Cockpitvolumen (unnötig) vergrößert wird, anderereseits passt mein Bootswagen dadurch noch hinter den Sitz, so dass der Dreck von den Rädern nicht in die Stauräume kommt.
Fazit
Vielseitiger Wandereiner mit guten Fahreigenschaften
Kommentare